Mein Hotel in Beldibi findet man auf der Landkarte erst beim zweiten Hinsehen. Klein. Überschaubar. Beldibi gehört zu Kemer und liegt zwischen Antalya und Kemer an der Küste. Ich bin gern an solchen Orten.
Das Hotel
Von außen unscheinbar. Von innen ein kleiner Garten mit Zitronenbäumen. Empfang, an dem man beim Check-in noch mit Namen begrüßt wird. Kein Riesenpool. Kein Animationsteam, das um neun Uhr zum Aerobic bläst. Mein Zimmer hatte einen Mini-Balkon. Blick auf die Anlage. Das Meer konnte man erahnen. Reichte.


Der Strand
Der Strand ist steinig. Die Steine klappern unter den Füßen, wenn man zum Wasser geht. Das Meer hat ein Türkis, als hätte jemand den Farbregler aufgedreht.
Nach einer halben Stunde Sonne taucht man ein. Klares, kühles Wasser. Ich bin geschwommen. Auf dem Rücken getrieben. Den Himmel beobachtet. Produktivität null. Zufriedenheit hoch.
In die Berge
Hinter dem Küstenstreifen stehen die Taurus-Berge. Früh am Morgen bin ich los. Erst Pinienwälder. Dann felsiger, steiler. Die Wanderschuhe haben mehrfach nachgefragt, ob das sein muss.
Nach etwa zwei Stunden der Blick nach unten. Das Meer. Die Bucht von Beldibi. Sonst nichts.
Menschen zwischen den Welten
Abends saß ich oft am Strand oder im Hotelgarten. Viele Gäste kamen aus Russland. Viele aus der Ukraine. Mitten im Krieg erwartet man vielleicht Spannungen. Hier lachten die Leute. Tauschten Ausflugstipps. Kinder spielten gemeinsam im Pool.
Durch meine Russischkenntnisse kam ich ins Gespräch. Mit Leuten aus Moskau. Mit Leuten aus der Ukraine. Wir redeten über das Wetter. Über das Essen. Über das Wasser. Grammatik kreativ. Verständigung hundert Prozent.
Spaziergänge am Wasser
Die Strandpromenade ist nicht beleuchtet. Ein schmaler Pfad. Mal über Steine, mal über hölzerne Stege. Ich bin die Strecke jeden Abend gelaufen. Lichter von Antalya. Sonne hinter den Bergen. Wurde nie langweilig.
Ich komme wieder. Vielleicht nächstes Jahr. Dann mit mehr Zeit und einem besseren Wörterbuch.
📍 Beldibi auf Google MapsQuellen & Recherche
Diese Story basiert nicht nur auf eigenen Erinnerungen. Ein paar Fakten habe ich recherchiert und mit folgenden Quellen abgeglichen. Wer will, kann selbst nachlesen.